
In einer schnellen Textildruckanlage ist die Druckkopftechnologie in der Regel nicht das Problem – vielmehr ist das Trocknungsverfahren das Problem. Wenn die UV-Lampe die Tinte nicht sofort und zuverlässig aushärten kann, kommt die Anlage zum Stillstand. Dadurch geht die Produktivität verloren, und es entstehen Probleme mit unvollständig ausgehärteter Tinte auf Synthetikstoffen. Die Lösung besteht darin, eine Lampe zu verwenden, die optimal auf den Photoinitiator der Tinte sowie auf die Wärmetoleranz des Substrats abgestimmt ist.
Was wirklich wichtig ist: Wir beginnen mit einer Quelle aus Quecksilberdampf unter hohem Druck, die ein starkes Strahlungsspektrum bei 365 nm liefert. Anschließend wird ein breitbandiges Energiefeld hinzugefügt, damit weiße und farbige Tinten vollständig aushärten können. Die maximale Strahlungsintensität wird am Substrat selbst gemessen – nicht nur am Lichtbogen. Die Aushärtung hängt von der Energiemenge und der Zeit ab – die Energiedichte (mJ/cm²) muss ausreichen, um die Tinte innerhalb eines einzigen Durchlaufs zu härten. Ein mit Dichroik-Farbe beschichteter Reflektor konzentriert das Strahlungsspektrum und reduziert den Verlust an Infrarotstrahlung. So bleibt das Textil kühl, während die Aushärtung weiterhin effektiv stattfindet. Zudem soll die Leistung der Lampe über ihre gesamte Lebensdauer stabil bleiben – ein Rückgang um 10% nach 2.000 Stunden kann die Qualität der Aushärtung erheblich beeinträchtigen.
Warum das funktioniert: Bei der Hochgeschwindigkeits-Textildruckung ist eine schnelle Aushärtung erforderlich – in Sekunden, nicht in Minuten. Die Lampe liefert das richtige Spektrum, damit eine schnelle Vernetzung der Tinte auf Baumwollgemischen, Polyester und beschichteten Substraten möglich ist. Dadurch kann die Geschwindigkeit der Anlage mit der Druckgeschwindigkeit mithalten. Der Vorteil ist weniger fehlerhafte Produkte aufgrund unvollständig ausgehärteter Tinte, weniger Gasentwicklung sowie eine konstante Farbintensität bei jedem Druckvorgang. Der Energieverbrauch sinkt, da der Reflektor und die Spektralkontrolle das UV-Licht genau dorthin lenken, wo es benötigt wird – und nicht in Form von Wärme.
Ein paar praktische Hinweise: Bei der Installation muss man auf die Brennweite der Lampe sowie auf die Dauer, für die die Lampe eingeschaltet bleibt, achten. Eine ungeeignete Geometrie führt dazu, dass die Tinte nicht ausreichend ausgehärtet wird – auch dann nicht, wenn die Lampe leistungsstark ist. Prüfen Sie außerdem die Kompatibilität mit Ihrem Aushärtungsmodul: Spannung, Steckertyp sowie die Kühlluft müssen alle zusammenpassen. Der Betrieb mit maximaler Leistung rund um die Uhr verkürzt die Lebensdauer der Lampe – daher sollte die Leistung so eingestellt werden, dass sie der minimalen Aushärtungsdosis der Tinte entspricht. Bei Standardluftkühlungen entsteht Ozon – falls das im Betrieb ein Problem darstellt, wählen Sie eine ozongefreie Konfiguration oder fügen Sie eine Entlüftungssysteme hinzu.