
Warum Ihre UV-Lampen Ihre Tinte eigentlich nicht aushärten können
Wir haben viel Zeit damit verbracht, etwa 3.000 verschiedene Druckereien zu besuchen. Wenn es eines gibt, was wir gelernt haben, dann ist es, dass herkömmliche UV-Lampen einfach nicht mit der modernen Produktion Schritt halten können.
Sie haben sicher schon einmal erlebt, dass die Tinte von oben her ausgetrocknet aussieht, doch die untere Schicht bleibt weiterhin zähflüssig. Das nennt man „Skinning“ – und das ist ein echtes Problem. Die meisten Leute glauben, man brauche einfach mehr Leistung – doch das ist nicht das Problem. Das Problem ist vielmehr, dass das Licht selbst nicht bis zum Boden der Tinte vordringen kann.
Deshalb verwenden wir in unseren Lampen Galliumiodid (GaI).
Das Geheimnis liegt im Wellenlängenbereich
Herkömmliche Quecksilberlampen haben in der Regel einen Spitzenwert bei 254 nm. Das funktioniert gut, wenn es um dünne Beschichtungen geht. Doch bei dickerer Tinte oder starken Pigmenten prallt das Licht einfach von der Oberfläche ab – es kann nicht hineindringen.
Durch den Einsatz von Gallium verschieben wir diesen Spitzenwert auf 300 nm bis 350 nm. Stellen Sie sich das wie den Wechsel von einer Taschenlampe zu einem Scheinwerfer vor – der tatsächlich durch die Tinte dringen kann. So wird die Tinte vollständig ausgehärtet, von oben bis zum Untergrund. Keine nassen Stellen mehr.
Keine „fertigen“ Lösungen
Wir nutzen keine einheitlichen Lösungen – jede Druckerei ist schließlich anders. Wir passen die Länge der Röhre sowie den Abstand zwischen den Elektroden an die Geschwindigkeit des Transportbands an. Wenn Sie ein Hochgeschwindigkeitsband verwenden, erhöhen wir die Leistungsintensität. Die Tinte muss sofort aushärten – bevor das Teil weitertransportiert wird.
Aber hier kommt das Problem: Galliumlampen werden sehr heiß. Sehr heiß. Wenn man sie in eine Anlage mit schwachem Kühlsystem einbaut, gibt es Probleme. Die Materialien können verformt werden oder die Reflektoren können beschädigt werden. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kühlsysteme den Anforderungen entsprechen, bevor Sie den Schalter einschalten.
In Betrieb nehmen
Wir haben diese Lampen so konzipiert, dass sie einfach als Ersatz eingesetzt werden können. Wir verwenden robuste Quarzkörper – schließlich sind Druckereien staubig, laut und belasten die Geräte stark. Auch die Anschlüsse werden besonders fest angezogen, damit sie nicht locker werden, wenn die Maschinen vibrieren.
Der Prozess ist einfach: Verbinden Sie die Lampen mit Ihrem aktuellen Ballast, stellen Sie die Geschwindigkeit des Transportbands ein – und überprüfen Sie, ob die Tinte bereits ausgehärtet ist. Ist sie noch feucht? Dann lassen Sie es uns wissen. Wir passen die Konzentration von Gallium in der nächsten Charge entsprechend Ihrer speziellen Tintenchemie an, bis alles perfekt ist.